Nachhaltigkeit
Achtsamkeit ist wichtig!
Jede Lieferkette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip, das ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig ist. Gleichzeitig wird nachhaltiges Handeln den Ansprüchen der Gegenwart gerecht, ohne die Bedürfnisbefriedigung zukünftiger Generationen zu beeinträchtigen.

Frisches Obst und Gemüse ist nicht nur lecker und gesund, es ist auch das perfekte Nahrungsmittel in punkto Klimaschutz. Als unverarbeitetes pflanzliches Lebensmittel hat dieser Sektor die beste Klimabilanz von allen Produkten, die man bei uns kaufen kann.
Und dabei spielt es im Prinzip keine Rolle, um welche Produkte es sich handelt oder wo die Waren herkommen. Bei Bananen oder Ananas aus Übersee zum Beispiel ist die CO2-Belastung zwar etwas höher als bei hiesigen Produkten, aber auf das Kilogramm gerechnet, macht der Schiffstransport so gut wie nichts aus. Da ist es von größerer Bedeutung, ob man das Obst mit dem Fahrrad oder mit dem Auto einkauft. Oder ob man zuhause einen älteren oder neuen Kühlschrank hat, der effizienter arbeitet.

Mit der eigenen Nachhaltigkeit ein aktives Zeichen nach außen zu setzen, dafür können Nachhaltigkeitsberichte genutzt werden. Gleichzeitig erfüllen diese Forderungen von Geschäftspartnern, Banken, Investoren und weiteren Stakeholdern. Ob verpflichtend nach EU-Recht (Corporate Sustainability Reporting Directive) oder freiwillige Berichterstattung, beides ist mit hohen Anforderungen an Personal und Ressourcen verbunden.
Der DFHV unterstützt seine Mitglieder mit neusten Informationen rund um CSRD, ESRS und VSME sowie Beratung in Spezialfragen, denn eins ist klar: Der Bericht allein macht das Unternehmen nicht nachhaltiger, die gezielte Transformation tut es.

Bei allen Vorteilen von ganzjähriger Verfügbarkeit birgt die Globalisierung des Handels mit Obst und Gemüse auch Risiken für die europäische Landwirtschaft. Gerade für die europäischen Erzeuger ist es wichtig, dass keine Schädlinge eingeschleppt werden, die für die heimischen Pflanzen eine Bedrohung darstellen können. Sogenannte phytosanitäre Maßnahmen sind gesetzliche Regelungen, die die Einschleppungsgefahr reduzieren sollen. Solche Maßnahmen sind zur Verhütung gravierender wirtschaftlicher und ökologischer Schäden sinnvoll und notwendig. Sie können jedoch den Import von Obst und Gemüse erheblich erschweren.
Der DFHV setzt sich dafür ein, unnötige Handelshemmnisse zu verhindern und eine transparente Entwicklung der phytosanitären Maßnahmen unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit zu etablieren.

Auch im Fruchthandel nimmt die Bedeutung von ökologisch erzeugten Produkten zu. Viele Verbraucher legen Wert darauf, dass ihre Produkte möglichst umweltschonend und nachhaltig erzeugt werden.
Insbesondere der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel birgt viele Risiken und Probleme. So stellen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge ein deutlich größeres Risiko für die Ernte dar als im konventionellen Anbau. Auch Transport und Lagerung sind häufig anspruchsvoller. Konservierende Zusatzstoffe, die eine Schimmelbildung etwa bei Zitrusfrüchten verhindern, sind nicht zugelassen, ebenso natürliche Wachse zum Schutz der Früchte. Diese Herausforderungen nehmen unsere Mitgliedsunternehmen gerne an, um so einen wichtigen Beitrag zu mehr Umweltschutz und einer nachhaltigeren Landwirtschaft zu leisten.
Der DFHV unterstützt seine Mitglieder bei konkreten Fragen rund um die bio-Wertschöpfungskette, sowohl auf regulatorischer als auch praktischer Ebene.
