Mitglieder-Information 14/2020 – Corona-Virus, update

Importierte Lebensmittel unwahrscheinlich als Quelle einer Corona-Infektion

 

Importierte Lebensmittel unwahrscheinlich als Quelle einer Corona-Infektion
– aktualisierte FAQ zu Coronavirus (BfR, Stand 24.02.2020)
– Hinweise zur betrieblichen Pandemieplanung (BKK-Kurzinfo)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Zuletzt haben wir Sie Ende Januar 2020, kurz vor der Fruit Logistica, zum aktuellen Stand Coronavirus informiert (s.a. Mitgliederinfo 07/2020 vom 29.01.2020).

Importierte Lebensmittel als Quelle einer Infektion mit Corona unwahrscheinlich

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat am Montag seine FAQ zum Coronavirus aktualisiert, Stand 24.02.2020 (s. Anlage).

Aus Sicht des BfR ist es aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importierte Ware wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände oder Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe, Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Auch die EU-Kommission bestätigt aktuell, dass es keinen Bericht über die Übertragung von Coronaviren auf Lebensmittel gab. Daher gibt es keine Hinweise darauf, dass Lebensmittel, die gemäß den geltenden Tier- und Gesundheitsvorschriften aus China in die EU eingeführt werden, ein Risiko für die Gesundheit der EU-Bürger in Bezug auf den Coronavirus darstellen.

Hygiene-Regeln des Alltags beachten

Trotzdem sollten aber die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Bei Anfragen sollte man daher auf die üblichen Hygienemaßnahmen im Fruchthandel hinweisen, also bei Transport, Lagerung, Kommissionierung und sowie beim täglichen Kontakt mit anderen Personen.

Auch das Robert Koch Institut (RKI) verweist in allen Mitteilungen darauf, dass eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention ist. Eine Infektion über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, erscheint daher unwahrscheinlich.

Zur Kenntnis fügen wir die allgemeinen Verhaltensempfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus unseres schweizerischen Schwesterverbandes, Swisscofel, bei (s. Anlage).

Betriebliche Maßnahmen zur Vorbereitung auf eine Influenzapandemie

Aufgrund der Verbreitung des Virus in Italien ist das Auftreten einer Influenzaepidemie (Pandemie) nach Experten-Auffassung möglich. Nach Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sollten sich Unternehmen frühzeitig auf mögliche Auswirkungen, wie z. B. eine hohe Erkrankungsrate des Personals oder den Ausfall von wichtigen Ressourcen, vorbereiten. Das BBK hat hierzu eine Kurzinformation „Betriebliche Pandemieplanung“ veröffentlicht (s. Anlage), die auch für den Coronavirus genutzt werden kann. Diese beinhaltet grundsätzliche Hinweise zu betrieblichen Maßnahmen als Vorbereitung auf eine Influenzapandemie:

– 1. Schritt: mögliche Auswirkungen auf das Unternehmen feststellen

– 2. Schritt: interne Betriebsabläufe untersuchen

– 3. Schritt: Unternehmensziele festlegen und umsetzen

Des Weiteren hat das BKK ein „Handbuch betriebliche Pandemieplanung“ herausgegeben: BBK Handbuch Betriebliche Pandemieplanung. Das umfangreiche Dokument umfasst insgesamt 179 Seiten (3 MB).

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

Anlage 2020_14_FAQ-Coronavirus_BfR (2402_2020)

Anlage 2020_14_Kurzinfo_Betriebliche Pandemieplanung_BBK (2105_2007)

Anlage 2020_14_Verhaltensempfehlung Coronavirus_Swisscofel