Mitglieder-Information 66/2020 – Coronavirus: Amtliche Kontrollen

Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert  

Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Zuletzt hatten wir Sie mit der Mitglieder-Information 42/2020 über die Durchführungsverordnung (EU) 2020/466 über befristete Maßnahmen zur Eindämmung von Risiken für die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie für den Tierschutz bei bestimmten schweren Störungen in den Kontrollsystemen von Mitgliedsstaaten aufgrund von COVID-19 (siehe Anlage 1) informiert. Diese hat einige temporäre Erleichterungen eingeführt, die von den Mitgliedstaaten in Anspruch genommen werden können. Hierzu gehören beispielsweise die Annahme elektronischer Kopien von amtlichen Bescheinigungen und Dokumenten im Sinne der EU-Kontrollverordnung und die Möglichkeit bestimmte physische Kontrollen über Fernkommunikationsmittel durchzuführen. Die Gültigkeit dieser Durchführungs-verordnung war zunächst bis zum 1. Juni 2020 befriste gewesen.

Die Verordnung wurde nun mit der Durchführungsverordnung (EU) 2020/714 (siehe Anlage 2) aktualisiert. Die einzige wesentliche inhaltliche Änderung betrifft die Verlängerung der Geltungsdauer für die Ausnahmeregelungen. Sie gelten nun vorläufig bis zum 1. August 2020.

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

 

Anlagen:

2020_66_Anlage 1_VO_2020_466.pdf
2020_66_Anlage 2_VO_2020_714_DE_TXT.pdf

Mitglieder-Information 66/2020 – Coronavirus: Amtliche Kontrollen

Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert  

Mehr Sicherheit bei der sensorischen Prüfung von Früchten
Objektive Kriterien im Frische Seminar-Webinar

Wie schmeckt ein knackiger Apfel? Was ist eine süße Ananas? Wie wird Frische definiert? Das Frische Seminar-Webinar „Sensorik: Ein Beurteilungsansatz für Früchte – aus der Serie der praktischen Erfahrungen eines QM-Managers“ am 18. Juni 2020 liefert Hintergrundwissen. Teilnehmer erfahren mehr über die objektiven Parameter, die bei der Sensorik-Prüfung eine Rolle spielen. Daneben werden die Einflussfaktoren, wie Rauchen und Kaffee trinken, thematisiert. Ebenfalls werden Tipps für das Tagesgeschäft gegeben.

Ziel dieses Webinars ist die Kommunikation aller Beteiligten in der Vermarktungskette Obst und Gemüse beim Thema Sensorik weiter zu optimieren. Eine einheitliche Sprachregelung – basierend auf objektiven und nicht subjektiven Kriterien – ist insbesondere bei Reklamationen entscheidend. Referent dieses Frische Seminar-Webinar ist Thies Claußen, der über jahrzehntelanges Know-How im internationalen Fruchthandel verfügt und seine praktische Erfahrungen interaktiv einbringt. Die Online-Schulung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung und -kontrolle, Einkauf, Vertrieb und Labor.

Nähere Informationen zu dem Sensorik-Webinar sowie zu dem gesamten Seminarprogramm sind im Internet unter www.frischeseminar.de zu finden. Dort ist auch die direkte Anmeldung möglich.

Rückfragen an:
Susanne König
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.
Bergweg 6, 53225 Bonn
Tel: 0228 911 45 30
info@frischeseminar.dewww.frischeseminar.de

Mitglieder-Information 66/2020 – Coronavirus: Amtliche Kontrollen

Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert  

Perchlorat (VO 2020/685): neue Höchstgehalte ab 01.07.2020, mit Übergangsfrist

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

EU-Vorhaben „neue Höchstgehalte für Perchlorat“ seit Herbst 2018

Seit Oktober 2018 haben wir mit verschiedenen Mitglieder-Informationen über das EU-Vorhaben zur Festlegung von Perchlorat-Höchstgehalten informiert:

-MG-Info 72/2018 (vom 09.10.18): Vorschlag neue HG, Halbierung der „Alt-Werte“

-MG-Info 46/2019 (vom 26.07.19): Vorschlag neue HG, Erhöhung Blattgemüse

-MG-Info 60/2019 (vom 10.10.19): VO-Entwurf neue HG, Abstimmung SCoPAFF Nov´19

-MG-Info 62/2019 (vom 29.10.19): VO-Entwurf angenommen, neue HG ab 01.07.20

-MG-Info 15/2020 (vom 03.03.20): WTO-Notifizierung erfolgt

-MG-Info 63/2020 (vom 25.05.20): VO 2020/685 veröffentlicht, neue HG ab 01.07.20

Die Höchstgehalte (HG) für Perchlorat werden im Rahmen der europäischen Kontaminanten-Verordnung geregelt (VO 1881/2006).

Die letzte MG-Info 63/2020 ist auch für die Qualitätsmanager und QM-beauftragten aus den Fruchthandelsunternehmen von Relevanz.

Neue Höchstgehalte für Perchlorat (VO 2020/685)

Nunmehr wurde die zugehörige VO 2020/685 vom 20.05.2020 im EU-Amtsblatt veröffentlicht (25.05.2020). Wie angekündigt, ist damit die Festlegung neuer HG für Perchlorat verbunden:

– Obst und Gemüse: 0,05 mg/kg

außer: Kürbisgewächse/Grünkohle (0,10 mg/kg), Blattgemüse/Kräuter (0,50 mg/kg)

Für O&G bedeutet dies eine Absenkung der seit 2015 und bis dato gültigen alten „Referenzwerte (intra-Union trade levels)“.

Neue Höchstgehalte gültig ab 01.07.2020, inkl. Übergangsregelung

Die VO 2020/685 tritt zum 14.06.2020 in Kraft, die neuen HG gelten ab 01. Juli 2020.

Artikel 2 der VO enthält eine Übergangsfrist /-regelung („transitional measures“). Diese besagt, dass Obst und Gemüse, das vor dem 01. Juli 2020 rechtmäßig in Verkehr gebracht wird, weiterhin bis zum Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum vermarktet werden darf.

Der Anlage entnehmen Sie bitte die EU-VO 2020/685 (pdf), in Deutsch und Englisch., sowie eine Übersicht „Vergleich der neuen HG versus „alte“ Referenzwerte“.

 

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

 

Anlagen:

2020_126_VO_2020_685_Perchlorat_de
2020_126_VO_2020_685_Perchlorat_eng
2020_126_VO_2020_685_neue HG vs Referenzwerte (05-2020)

 

Mitglieder-Information 66/2020 – Coronavirus: Amtliche Kontrollen

Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert  

BMF informiert über Maßnahmen im Zusammenhang mit Corona

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat aktuell einen Fragen-und-Antworten-Katalog zu steuerlichen Regelungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie herausgegeben.

Im Mittelpunkt stehen Hinweise zu folgenden Sachverhalten: Allgemeine Fragen zu den Steuererleichterungen, Stundungsmöglichkeiten und -voraussetzungen, Erlass von Steuern, Außenprüfungen, Lohnsteuer, Steuerfreie Beihilfen und Unterstützungen, Grenzgänger, Betriebsstätten sowie Maßnahmen im Gemeinnützigkeitssektor und für gesellschaftliches Engagement.

Das BMF-Schreiben gibt den Unternehmen eine gute Hilfestellung bei der Lösung von Fragen zu steuerlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Wir haben Ihnen diesen 23-seitigen FAQ-Katalog zur Kenntnis im Anhang beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

 

Anlagen:

2020_65_BMF_FAQ_Corona

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Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert  

Meldungen des EU-Schnellwarnsystems (KW 21/22)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Der Anlage entnehmen Sie bitte die aktuellen Meldungen des EU-Schnellwarnsystems betreffend:

– Obst und Gemüse (Pflanzenschutzmittel / Mikrobiologie / Diverses) sowie

– Kräuter und Gewürze (Pyrrolizidinalkaloide [PA])

OBST + GEMÜSE: Die Beanstandungen betrafen unter anderem Ware aus:

Niederlande

– Cadmium (0,30 mg/kg) in frischem Spinat

(Höchstmengen Cadmium / Blattgemüse [lt. EU-Kontaminanten-VO]: 0,2 mg/kg)

Polen

– Chlorpyrifos (0,065 mg/kg) in Äpfeln

(RHG Chlorpyrifos / Äpfel: 0,01* mg/kg)

Türkei

– Formetanat (0,084 und 0,113 mg/kg) in Paprika

(RHG Formetanat / Paprikas: 0,01* mg/kg)

– Acetamiprid (0,701 mg/kg) in Paprika

(RHG Acetamiprid / Paprikas: 0,3 mg/kg)

KRÄUTER + GEWÜRZE: In KW 21/22 gab es keine Beanstandungen bezüglich PA.

 

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

 

Anlagen:

2020_125_RASFF_21_22,pdf
2020_125_RASFF_21_22, excel

 

Mitglieder-Information 66/2020 – Coronavirus: Amtliche Kontrollen

Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert  

Entwurf zur Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Aufgrund verschiedener Lebensmittelkrisen, wie zuletzt dem Wilke-Fleisch-Skandal, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beschlossen, die Regelungen zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu verschärfen. Das BMEL hat uns nun den als Anlage beigefügte Entwurf zur Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) zur Kenntnisnahme und Prüfung zugeleitet.

Elektronische Übermittlung von Rückverfolgbarkeitsinformationen binnen 24 Stunden

Wesentliche Änderungen sind demnach für § 44 Absatz 3 Satz 2 LFGB vorgesehen. Hiernach sollen Informationen zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln von den Unternehmen so vorzuhalten sein, dass sie der zuständigen Behörde spätestens 24 Stunden nach Aufforderung elektronisch übermittelt werden können. Soweit dies bei einzelnen Unternehmen zu einer unbilligen Härte führt, soll die zuständige Behörde hierzu Ausnahmen zulassen können, soweit das mit einem effektiven Verbraucherschutz zu vereinbaren ist.

Die Pflicht, Informationen zur Rückverfolgbarkeit bei Bedarf den Behörden zur Verfügung zu stellen, besteht bereits nach aktuellem Recht. Neu ist hier lediglich die Frist von 24 Stunden und die obligatorische elektronische Übermittlung. Hierfür ist eine geeignete IT-Ausstattung mit einem entsprechenden Warenwirtschaftssystem erforderlich. Nach Einschätzung des BMEL dürften die meisten großen und mittelständischen Unternehmen bereits über derartige Systeme verfügen. Der Erfüllungsaufwand durch die Änderung dürfte daher eher bei den kleinen und Kleinst-Unternehmen entstehen.

Sollten Sie Anmerkungen zu dem Gesetzesentwurf haben, bitten wir Sie, uns diese bis zum 29.05.2020 an kleinespel@dfhv.de zuzusenden oder uns telefonisch mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

 

Anlagen:

2020_64_Entwurf Änderung LFGB

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Perchlorat update (6): EU-Verordnung 2020/685 veröffentlicht
– neue Höchstgehalte ab 01.07.2020, mit Übergangsfrist

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Anfang März 2020 haben wir Sie zuletzt darüber informiert, dass das EU-Vorhaben zur Festlegung von Perchlorat-Höchstgehalten auf EU-Ebene angenommen wurde (siehe MG-Info 15/2020 vom 03.03.2020).

Die Höchstgehalte (HG) von Perchlorat werden im Rahmen der europäischen Kontaminanten-Verordnung geregelt (VO 1881/2006).

Neue Höchstgehalte für Perchlorat (VO 2020/685)

Nunmehr wurde die zugehörige VO 2020/685 vom 20.05.2020 im EU-Amtsblatt veröffentlicht (25.05.2020). Wie angekündigt, ist damit die Festlegung neuer HG für Perchlorat verbunden:

– Obst und Gemüse: 0,05 mg/kg

außer: Kürbisgewächse/Grünkohle (0,10 mg/kg), Blattgemüse/Kräuter (0,50 mg/kg)

Für O&G bedeutet dies eine Absenkung der seit 2015 und bis dato gültigen alten „Referenzwerte (intra-Union trade levels)“.

Neue Höchstgehalte gültig ab 01.07.2020, inkl. Übergangsregelung

Die VO 2020/685 tritt zum 14.06.2020 in Kraft, die neuen HG gelten ab 01. Juli 2020.

Artikel 2 der VO enthält eine Übergangsfrist /-regelung („transitional measures“). Diese besagt, dass Obst und Gemüse, das vor dem 01. Juli 2020 rechtmäßig in Verkehr gebracht wird, weiterhin bis zum Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum vermarktet werden darf.

Der Anlage entnehmen Sie bitte die EU-VO 2020/685 (pdf), in Deutsch und Englisch.

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

Anlagen:

2020_63_VO_2020_685_Perchlorat_de
2020_63_VO_2020_685_Perchlorat_eng

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Corona bedingte Ausnahmeregelungen für amtliche Kontrollen verlängert  

BVL-Quartalsauswertung (Q4/2019): Rückstände von PSM aus der LM-ÜW
– Probenvolumen gegenüber Vorquartal um 13 % gestiegen
– Anteil Proben aus EU-Staaten erhöht (auf 25 %)
– ÜS-Quote bei Proben aus Deutschland bei 0,5 %

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

BVL-Quartalsauswertung 4/2019 (01.12.2019 – 29.02.2020): 6.420 Proben

Mit insgesamt 6.420 Proben hat sich das Probenvolumen um 727 Proben gegenüber dem vorherigen Quartal erhöht. Das entspricht einer Steigerung von fast 13 % im Vergleich zum Vorquartal (Q3-19) sowie einem Anstieg von 20 % im Vergleich zum identischen Quartal des Vorjahres (Q3-18). Das erhöhte Probenvolumen betrifft Proben aus der EU (+ 449 Proben) und Proben aus Drittländern (+ 161 Proben).

Die BVL-Quartalsauswertung 4/2019 (pdf) entnehmen Sie bitte der Anlage. Die zugehörige Excel-Tabelle finden Sie im DFHV-Mitgliederbereich.

Beprobt wurden bei O+G vorrangig (Anzahl > 120 Proben, Ranking absteigen):

Äpfel (279), Tomaten (219), Erdbeeren (213), Grüner Salat (199), Kartoffeln (196), Kopfkohl (191), Birnen (145), Spinat (138), Kiwi (135), Rosenkohl (135) und Tafeltrauben (127),

gefolgt von Erzeugnissen (Probenanzahl > 60 Proben, Ranking absteigend)

Paprika (115), Pflaumen (114), Porree (109), Spargel (106), Kirschen (91), Mandarinen (86), Himbeeren (75), Ananas (73), Kulturpilze (71).

Erzeugnisse ohne RHG-Überschreitungen

Positiv hervorzuheben ist erneut die Vielzahl der Erzeugnisse, bei denen keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte (RHG-ÜS) festgestellt wurden.

Obst: Orangen, Zitronen, Aprikosen, Pflaumen, Tafeltrauben, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Kiwi, Avocados, Bananen, Mangos, aber auch Limetten, Quitten, Brombeeren, Feigen, Litschi, Papaya, Melonen und Wassermelonen (wobei die Probenanzahl bei den Letztgenannten ≤ 10 betrug)

Gemüse: Süßkartoffeln, Karotten, Knollensellerie, Pastinaken, Petersilienwurzel, Rettich/Radieschen, Gurken, Kürbis, Blumenkohl, Rosenkohl, Kopfkohl, Kohlrabi, Kraussalat, Rucola, Petersilie, Spargel, Stangensellerie, Fenchel, Kulturpilze und Wilde Pilze, aber auch Schwarzwurzeln, Kohlrüben, Zwiebel, Kresse, Chicoree, Schnittlauch, Zuchtpilze (wobei die Probenanzahl bei den Letztgenannten ≤ 10 betrug).

Ferner wurde bei den nachfolgenden Erzeugnissen lediglich eine RHG-ÜS festgestellt: Mandarinen, Äpfel, Birnen, Kirschen, Pfirsiche, Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Persimon/Kaki, Ananas, Kartoffeln, Rote Rüben, Tomaten, Auberginen, Zucchini, Broccoli, Feldsalat, Grüner Salat, Spinat und Porree.

Deutschland: knapp die Hälfte aller Proben, 52 % rückstandsfrei (ÜS-Quote 0,5 %)

Mit 3.121 Proben (49 % aller Proben) stammte erneut knapp die Hälfte aller Proben aus Deutschland, das Probenvolumen liegt dabei auf Höhe des vorherigen Quartals. Darunter waren 52 % rückstandsfrei.

Mit 0,5 % ist die Überschreitungsquote (ÜS-Quote) im Vergleich zum Vorquartal (Q3-19) nochmal um 0,2 Prozentpunkte gesunken und liegt damit schon seit vier Quartalen bei ≤ 1 %.

Bei 12 der insgesamt 15 RHG-ÜS handelte es sich um O+G-Erzeugnisse: Birnen (1x), Erdbeeren (1x), Rote Rüben (1x), Chinakohl (2x), Grünkohl (2x), Feldsalat (1x), Porree (1x), und jeweils 1x bei Sellerieblättern, Indischem Basilikum und Chili Fruchtgewürz.

Bei deutscher Ware nicht beanstandet wurden (mind. 10 Proben): Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Him-/ Heidel-/ Johannis-/ Stachelbeeren, Kartoffeln, Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Rettich/Radieschen, Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Blumen-/Rosen- und Kopfkohl, Kohlrabi, Grüner Salat, Rucola, Spinat, Petersilie, Bohnen (mit Hülsen), Spargel, Stangensellerie, Fenchel und Kulturpilze.

EU-MG-Staaten: 1/4 aller Proben, 30 % rückstandsfrei (ÜS-Quote 0,9 %)

Mit 1.629 Proben hat sich der Anteil Proben aus anderen EU-Mitgliedstaaten im Vergleich zum Vorquartal (Q3-19) um 449 Proben erhöht und entspricht 1/4 aller Proben. Darunter waren 30 % rückstandsfrei.

Die ÜS-Quote ist im Vergleich zum vorherigen Quartal (Q3-19) geringfügig auf 0,9 % angestiegen. Von den insgesamt 14 Beanstandungen betrafen 13 den O+G-Bereich: Äpfel (1x), Kirschen (1x), Pfirsiche (1x), Persimon/Kaki (1x), Kartoffeln (1x), Tomaten (1x), Paprika (1x), Auberginen (1x), Broccoli (1x), Feldsalat (1x), Grüner Salat (1), Spinat (1x) und Mangold (1x).

Keine Beanstandungen (> RHG) gab es bei (mind. 10 Proben): Grapefruit/ Pomelo/ Sweetie, Orangen, Zitronen, Mandarinen, Birnen, Aprikosen, Pflaumen, Tafeltrauben, Erdbeeren, Kiwi, Granatäpfel, Gurken, Zucchini, Rosenkohl, Kopfkohl, Rucola, Petersilie, Porree und Kulturpilzen.

Drittländer: gerade 14 % aller Proben, 35 % rückstandsfrei (ÜS-Quote 3,4 %)

Auch die Anzahl Proben aus Drittländern ist im Vergleich zum vorherigen Quartal gestiegen, um 161 Proben auf 890 Proben. Das entspricht lediglich 14 % aller Proben. Der Anteil rückstandsfreier Proben ist im Vergleich zum Vorquartal (Q3-19) auf 35 % gestiegen.

Insgesamt lagen 30 Proben oberhalb des RHG, eine minimal erhöhte ÜS-Quote (3,4 %) gegenüber dem Vorquartal (Q3-19 mit 3,2 %).

19 der insgesamt 30 Beanstandungen betrafen den O+G-Bereich: Grapefruit (2x), Mandarinen (1x), Himbeeren (1x), Stachelbeeren (1x), Passionsfrucht/Maracuja (2x) Pitahaya/ Drachenfrüchte (1x), Granatäpfel (3x), Ananas (1x), Paprika (1x), Zucchini (1x), Brunnenkresse (1x), Korianderblätter (1x), Indisches Basilikum (2x), Bohne mit Hülsen (2x),

Zu den nicht beanstandeten Proben zählten (mind. 10 Proben): Pistazien, Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Tafeltrauben, Rosinen, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Kiwi, Avocados, Bananen und Mangos.

Hintergrundinfos

Allgemeine Infos zur BVL-Quartalsauswertung

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlicht alle drei Monate die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung, um eine hohe Aktualität der Rückstandssituation bei Pflanzenschutzmitteln (PSM) in Lebensmitteln zu erzielen. Ausgewertet werden die von den Ländern an das BVL übermittelten Daten zu Rückständen von PSM (u. a. nach Herkunft, Anzahl Proben gesamt, Anzahl RHG-Überschreitungen etc.).

Beim Begriff Quartal nutzt das BVL allerdings nicht die üblichen Quartalszeiträume, z. B. Q1 für Jan bis März. Dies ist einerseits historisch bedingt, da die erste BVL-Quartalsauswertung 2009 den Zeitraum März bis Mai abdeckte und hängt laut BVL-Aussage auch mit der Übermittlung der Ergebnisse aus den jeweiligen Bundesländern zusammen, mit der Bitte um Beachtung. Das BVL stellt die Ergebnisse als pdf und zusätzlich im Excel-Format zur Verfügung.

Anteil Proben nach Herkunft

Die BVL-Auswertung unterscheidet bei der Proben-Herkunft zwischen Deutschland, anderen EU-Mitgliedstaaten, Drittländern und unbekannter Herkunft. In der Regel entfällt der größte Anteil auf Proben aus Deutschland. Dabei zeigt sich im Jahresvergleich regelmäßig eine Verschiebung: der Anteil Proben aus Deutschland steigt zum Herbst hin an (auf > 50 %) und sinkt für Proben aus anderen EU-MG-Staaten (auf 25 %) sowie Proben aus Drittländern (auf 14 %).

 

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

Anlagen:

2020_124_BVL_Q4-2019, pdf

2020_124_BVL_Q4-2019, excel

 

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SPS-Notifizierungen der WTO-Mitgliedstaaten

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Folgende aktuelle SPS-Notifizierungen haben uns erreicht:

 

BRASILIEN 1672
Betreff: Phytosanitäre Einfuhrbestimmungen

Betroffene Produkte: Zitrusfrüchte aus Ägypten

Datum Inkrafttreten: 04.05.2020

Frist zur Stellungnahme: zur Kenntnis

 

DÄNEMARK 4
Betreff: Verbot von Papier und Karton mit perflourierten Alkylsubstanzen

Betroffene Produkte: Verpackungsmaterial für Lebensmittel

Datum Inkrafttreten: 01.07.2020

Frist zur Stellungnahme: 15.06.2020

 

EU 386 (siehe auch Mitgliederinfo 56/2020 vom 08.05.2020)
Betreff:  verstärkte amtliche Kontrollen

Betroffene Produkte: verschiedenes Obst und Gemüse

Datum Inkrafttreten: 27.05.2020

Frist zur Stellungnahme: zur Kenntnis

EU 387 (siehe auch QM-Info 120/2020 vom 19.05.2020)
Betreff: Nichterneuerung der Genehmigung

Betroffene Produkte: Wirkstoff Benalaxyl

Datum Inkrafttreten: keine genaue Angabe

Frist zur Stellungnahme: 14.07.2020

 

JAPAN 712 A1
Betreff: Revisionen der Verordnung zur Durchsetzung des Pflanzenschutzgesetzes

Betroffene Produkte: –

Datum Inkrafttreten: 11.11.2020 bzw. 11.05.2020

Frist zur Stellungnahme: zur Kenntnis

 

NEUSEELAND 626
Betreff: Gesundheitsstandard beim Import

Betroffene Produkte: Seecontainer

Datum Inkrafttreten: keine Angabe

Frist zur Stellungnahme: 17.07.2020

 

THAILAND 313
Betreff: Verbot der Verwendung von Chlorpyrifos und Paraquat

Betroffene Produkte: Lebensmittel

Datum Inkrafttreten: keine genaue Angabe

Frist zur Stellungnahme: 19.06.2020

 

UKRAINE 148
Betreff: Höchstgehalte von Kontaminanten

Betroffene Produkte: Lebensmittel

Datum Inkrafttreten: keine genaue Angabe

Frist zur Stellungnahme: 19.07.2020

 

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

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Meldungen des EU-Schnellwarnsystems (KW 20/21)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder!

Der Anlage entnehmen Sie bitte die aktuellen Meldungen des EU-Schnellwarnsystems betreffend.

– Obst und Gemüse (Pflanzenschutzmittel / Mikrobiologie / Diverses) sowie

– Kräuter und Gewürze (Pyrrolizidinalkaloide (PA))

OBST + GEMÜSE: Die Beanstandungen betrafen unter anderem Ware aus:

Dominikanische Republik

– nicht genehmigte Wirkstoffe Profenofos (0,11 mg/kg) und Fipronil (0,025 mg/kg) in Paprika

(RHG Profenofos / Paprikas: 0,01* mg/kg)

(RHG Fipronil / Paprikas: 0,005* mg/kg)

Italien

– Oxamyl (0,18 mg/kg) in Möhren

(RHG Oxamyl / Möhren: 0,01* mg/kg)

Türkei

– Pyridaben (0,078 mg/kg) und Fosthiazat (0,094 mg/kg) in Paprika

(RHG Pyridaben / Paprikas: 0,01* mg/kg)

(RHG Fosthiazat / Paprikas: 0,02* mg/kg)

– Pyridaben (0,203 mg/kg) und Acetamiprid (0,806 mg/kg) in Paprika

(RHG Pyridaben / Paprikas: 0,01* mg/kg)

(RHG Acetamiprid / Paprikas: 0,3 mg/kg)

– Ochratoxin A (26 µg/kg) in getrockneten Feigen

(Höchstmenge Ochratoxin A / getrocknete Feigen (lt. nationaler Kontaminanten-VO): 8 µg/kg)

KRÄUTER + GEWÜRZE: In KW 20/21 gab es keine Beanstandungen bezüglich PA.

 

Mit freundlichen Grüßen
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.

 

Anlagen:

2020_122_RASFF_20_21.pdf

2020_122_RASFF_20_21.excel